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26 Buchstaben, 26 Ausreden zum Bauen

Warum wir uns das absurde Ziel gesetzt haben, pro Buchstabe des Alphabets ein kleines Projekt zu bauen - und was uns die ersten vier schon beigebracht haben.

Es gibt eine ganz bestimmte Unruhe bei Entwicklern, die Kundenarbeit einfach nicht stillt. Du kannst tief in einem völlig ordentlichen Produktivsystem stecken - sauber typisiert, vernünftige Testabdeckung, ein Deploy, bei dem niemand schwitzt - und trotzdem um Mitternacht ein frisches Repo aufmachen, um “nur kurz was auszuprobieren”.

Wir haben beschlossen, nicht länger so zu tun, als wären diese Mitternachts-Repos Zufälle.

Die Prämisse

Ein kleines Projekt pro Buchstabe des Alphabets. Manche gehen live, manche bleiben seltsam, alle bringen uns etwas bei. Regel ist Regel. AZlytics. BZCMS. CoZy. DZ. Jeder Name endet auf Z, weil wir das lustig finden. Das Z am Ende ist nicht verhandelbar, alles andere schon. (Und nein, Umlaute zählen nicht als Extra-Buchstaben. Noch nicht.)

Wie sich vier Buchstaben anfühlen

A - AZlytics: live. Schlanke Analytics für kleine Websites, die kein ausgewachsenes Plausible- oder Fathom-Abo wollen. Läuft auf der Studio-Website selbst - Dogfooding, wie es im Buche steht. Lektion: Scope-Disziplin. Fast hätten wir ein Dashboard eingebaut. Haben wir nicht. Der CSV-Export reicht.

B - BZCMS: in der Beta. Ein Headless CMS, das nicht gegen dich kämpft - Content als TypeScript-Module, keine Admin-Oberfläche, keine Migrationen. (Du liest gerade einen Post, der genau so gebaut ist.)

C - CoZy: live, unser Liebling. Eine Journaling-App, die sich weigert, dich zu gamifizieren. Keine Streaks, keine Abzeichen, kein “Du hast 30 Tage am Stück geschrieben!“. Der ganze Punkt ist: Tagebuchschreiben ist privat und muss nicht optimiert werden.

D - DZ: im Labor. JavaScript, das tanzt - DOM-Elemente, die sich im Rhythmus der Musik bewegen. Drei Demos später streiten wir immer noch, ob wir es veröffentlichen.

Warum öffentlich?

Weil etwas nur dann sicher fertig wird, wenn es irgendwo steht, wo es die Form einer Deadline hat. Das Alphabet hat die Form einer Deadline. Noch zweiundzwanzig Buchstaben.

Der andere Grund: Der Ruf eines Studios ist kein Portfolio aus Case Studies. Er ist ein Gesamtwerk, schräge Projekte inklusive. Die polierten Case Studies verschwinden hinter Vertraulichkeitsvereinbarungen - die Side Projects zeigen, was wir machen würden, wenn uns niemand bremst.

Buchstabe E ist noch frei. Vorschläge willkommen.